Die Parteitagsbeschlüsse der FDP und der Grünen amüsieren. Da sind sich zwei näher als sie glauben (machen wollen). Wir Wähler wissen das sowieso, denn anders lassen sich so strikte Wahlaussagen der FDP zur "Ampel" nicht erklären. Wenn es keine "Gefahr" gäbe, bräuchten die Parteien nämlich auch keine Aussagen zu machen. Ditto das Verhältnis der Grünen zu "Jamaika".
Cleverer wäre es von beiden sich vorher zusammenzuraufen...
, um dann die beiden "Elefanten" zum Schaulaufen nach der Wahl antreten zu lassen.
Dann werden die kleinen nicht zum Spielball, sondern drehen den Spiess um. Denn für wirkliche Reformen in Deutschland sind beide Großparteien zu verfahren und innerlich zu verschieden. Die CDU trägt immer wieder die Sehnsucht nach einfachen Verhältnissen nach aussen und verkommt dabei zu populistischen Entscheidungen. Sie will nicht sehen, also zieht sie einfach die Vorhänge zu - mit vermeintlich konsequenten Parolen und viel zu häufig mit derartigen Gesetzvorlagen. Am Beispiel der Internet-Zensur läßt sich dies perfekt zeigen, denn schließlich werden nicht die verdächtigen bösen Websites geschlossen und deren Betreiber rechtlich verfolgt. Nein, es wird nur eine Sperre für deutsche Besucher eingerichtet. Nicht nur dass, auch die Sperre selber ist ausserhalb der üblichen Checks & Balances, denn das BKA ist Polizei, Ankläger und Richter. Eine Unschuldsvermutung gibt es nicht, Protest erstmal zwecklos.
Wird den Opfern damit geholfen? Oder werden deutsche Wähler beruhigt?
Ebenso scheinheilig ist die SPD. Die SPD verabschiedet das Gesetz mit der CDU. Irgendwie fühlen viele SPD-Mitglieder und Abgeordnete (wie auch manche in der CDU/CSU), dass der Entwurf zu schnell Gesetz wurde. Sie wollten aber eine Konfrontation mit der CDU hier vermeiden, auch weil die SPD selbst zu weit weg vom "Internet" ist. Und beide lieben die pauschalisierte schwarz-rot-weisse Welt, den Glauben an das Gute und das Böse. Die Justizministerin Zypries ist hier der Prototyp und das obwohl Copyright und Patentrecht und das Verständnis um die schlimmen Konsequenzen solcher Gesetze für Europas Innovation und Zukunft so wichtig sind. Aber auch die SPD wird hier zur Bewahrerin alter Werte und Vorstellungen, und wird somit zur Stütze für das bedrohte Großkapital, zu dem neuerdings Medienkonzerne und Autohersteller zählen, wie früher Kohlezechen und Stahlgiganten. Aber ich brauche den Feind, denn nur er garantiert den tariflichen gesichteren, gewerkschaftlich-organisierten Arbeitnehmer. Und hier ist sich die SPD mit der Linken einig, die ebenso die Träume von Rot gegen das Kapital weiter pflegt. Beide Parteien und Großpleitefirmen gehen die eigentliche große Koalition ein. In der CDU gibt es auch viele die diese ruinöse Wirtschaftspolitik nach Kräften unterstützen, denn Opel-Wähler, tschuldigung, Opel-Käufer sind ja bekanntlich keine Revolutionäre. Ebenso wie Karstadtverkäufer und -käufer, aber, tja, Arcandor, mit so einem Namen und Luxustempeln wie KaDeWe gibts aber dann doch nicht soviel Knete auch wenn demonstrierendes Personal mit Solidaritätsschildern vor den Glastüren stehen. Die einzige, die hier als Unternehmerin persönlich haftend einspringt, wird bald vielleicht fast alles verlieren.
Das Wort "sozial" verkommt zum Synonym für "sozialneid": Wenn ich glaube, zu kurz zukommen, darf der Andere auch nicht mehr haben. Sozialleistungen werden somit zur Strafe, für die man bei den Ämter bitten muss. Aber ein Grundrecht auf ein Bürgergeld wollen beide nicht, denn das würde ja ihre Weltvorstellungen erschüttern.
Komischerweise möchte das die FDP. Viele, die die FDP als Partei der Kälte sehen und sich selbst als sozial-denkende Menschen betrachten sind erschrocken wenn der Wahlomat auf einmal sie als FDP-nah ausspuckt. Das passt nicht in unser Weltbild, schliesslich sind doch die einen "christlich" im Namen und die anderen "sozial". Und "frei" - ist zuviel davon nicht Chaos, ist es nicht gleichbedeutend mit dem Recht des Stärkeren? Piraterie?
Tja, die FDP und Grünen. Viele in der FDP und den Grünen erkennen die Chance, die das Vakuum der Großparteien aufzeigt. Leider erliegen beide immer wieder den Versuchungen mit Nachahmung einzuspringen. Sie denken, nun da die Großparteien zu Eis verstarren, übernehmen wir doch ein wenig deren Rethorik. "Leistung muss sich wieder lohnen" hört sich an wie eine Mischung rotschwarzer Altdemagogie, die eigentlich verstört, wo sie gewinnen will. Auf einmal haben wir Parteitagabstimmungsverhältnisse die besser als unter Honecker sind. Nur eine Gegenstimme bei Hunderten von Delegierten! Und die Grünen, bei denen trauern einige den 70ern und 80ern hinterher, da gab es noch böse Raketen und klare Atomkraftfronten. Und sozial ist doch eher links oder? Auch sie trauen sich nicht "farbe" zu bekennen.
Aber schaut Euch mal beide im Spiegel der Programme und Überzeugungen an, dann seht Ihr dass Ihr Euch näher seid als den Großparteien, denen Ihr Euch links und rechts um den Hals werft. Das die einen keine Ampel wollen und die anderen nicht Jamaika... hey, wenn Ihr kein weiteres vierjähriges Elefantenrennen wollt, müßt Ihr Euch schon zusammensetzen und Euch besser einigen. Die Wettquoten für eine zweifarbige Koalition stehen schlecht. Und grün mit rot-rot? Das wäre eine Hasshochzeit mit Konkubine.
Und da tauchen auch schon die Piraten auf. Die tragen bekanntlich auch schwarz und rot. Sie lieben das blaue Meer gelbe Strände und grüne Palmen, die Karibik. Farbige Stop-And-Go Zeichen kannten sie noch nicht, aber sie waren natürliche Gegner des Establishments und haben den Kampf aufgenommen. Und sie können Euch Gelb-Grünen wertvolle Stimmen klauen wenn ihr nicht aufwacht. Schaut doch nur vergleicht in die Elefantenprogramme. Warum seid Ihr Euch denn so sicher, dass Ihr schon vor der Wahl Eure Verlobung ankündigen wollt?
Cleverer wäre es von beiden sich vorher zusammenzuraufen...
, um dann die beiden "Elefanten" zum Schaulaufen nach der Wahl antreten zu lassen.
Dann werden die kleinen nicht zum Spielball, sondern drehen den Spiess um. Denn für wirkliche Reformen in Deutschland sind beide Großparteien zu verfahren und innerlich zu verschieden. Die CDU trägt immer wieder die Sehnsucht nach einfachen Verhältnissen nach aussen und verkommt dabei zu populistischen Entscheidungen. Sie will nicht sehen, also zieht sie einfach die Vorhänge zu - mit vermeintlich konsequenten Parolen und viel zu häufig mit derartigen Gesetzvorlagen. Am Beispiel der Internet-Zensur läßt sich dies perfekt zeigen, denn schließlich werden nicht die verdächtigen bösen Websites geschlossen und deren Betreiber rechtlich verfolgt. Nein, es wird nur eine Sperre für deutsche Besucher eingerichtet. Nicht nur dass, auch die Sperre selber ist ausserhalb der üblichen Checks & Balances, denn das BKA ist Polizei, Ankläger und Richter. Eine Unschuldsvermutung gibt es nicht, Protest erstmal zwecklos.
Wird den Opfern damit geholfen? Oder werden deutsche Wähler beruhigt?
Ebenso scheinheilig ist die SPD. Die SPD verabschiedet das Gesetz mit der CDU. Irgendwie fühlen viele SPD-Mitglieder und Abgeordnete (wie auch manche in der CDU/CSU), dass der Entwurf zu schnell Gesetz wurde. Sie wollten aber eine Konfrontation mit der CDU hier vermeiden, auch weil die SPD selbst zu weit weg vom "Internet" ist. Und beide lieben die pauschalisierte schwarz-rot-weisse Welt, den Glauben an das Gute und das Böse. Die Justizministerin Zypries ist hier der Prototyp und das obwohl Copyright und Patentrecht und das Verständnis um die schlimmen Konsequenzen solcher Gesetze für Europas Innovation und Zukunft so wichtig sind. Aber auch die SPD wird hier zur Bewahrerin alter Werte und Vorstellungen, und wird somit zur Stütze für das bedrohte Großkapital, zu dem neuerdings Medienkonzerne und Autohersteller zählen, wie früher Kohlezechen und Stahlgiganten. Aber ich brauche den Feind, denn nur er garantiert den tariflichen gesichteren, gewerkschaftlich-organisierten Arbeitnehmer. Und hier ist sich die SPD mit der Linken einig, die ebenso die Träume von Rot gegen das Kapital weiter pflegt. Beide Parteien und Großpleitefirmen gehen die eigentliche große Koalition ein. In der CDU gibt es auch viele die diese ruinöse Wirtschaftspolitik nach Kräften unterstützen, denn Opel-Wähler, tschuldigung, Opel-Käufer sind ja bekanntlich keine Revolutionäre. Ebenso wie Karstadtverkäufer und -käufer, aber, tja, Arcandor, mit so einem Namen und Luxustempeln wie KaDeWe gibts aber dann doch nicht soviel Knete auch wenn demonstrierendes Personal mit Solidaritätsschildern vor den Glastüren stehen. Die einzige, die hier als Unternehmerin persönlich haftend einspringt, wird bald vielleicht fast alles verlieren.
Das Wort "sozial" verkommt zum Synonym für "sozialneid": Wenn ich glaube, zu kurz zukommen, darf der Andere auch nicht mehr haben. Sozialleistungen werden somit zur Strafe, für die man bei den Ämter bitten muss. Aber ein Grundrecht auf ein Bürgergeld wollen beide nicht, denn das würde ja ihre Weltvorstellungen erschüttern.
Komischerweise möchte das die FDP. Viele, die die FDP als Partei der Kälte sehen und sich selbst als sozial-denkende Menschen betrachten sind erschrocken wenn der Wahlomat auf einmal sie als FDP-nah ausspuckt. Das passt nicht in unser Weltbild, schliesslich sind doch die einen "christlich" im Namen und die anderen "sozial". Und "frei" - ist zuviel davon nicht Chaos, ist es nicht gleichbedeutend mit dem Recht des Stärkeren? Piraterie?
Tja, die FDP und Grünen. Viele in der FDP und den Grünen erkennen die Chance, die das Vakuum der Großparteien aufzeigt. Leider erliegen beide immer wieder den Versuchungen mit Nachahmung einzuspringen. Sie denken, nun da die Großparteien zu Eis verstarren, übernehmen wir doch ein wenig deren Rethorik. "Leistung muss sich wieder lohnen" hört sich an wie eine Mischung rotschwarzer Altdemagogie, die eigentlich verstört, wo sie gewinnen will. Auf einmal haben wir Parteitagabstimmungsverhältnisse die besser als unter Honecker sind. Nur eine Gegenstimme bei Hunderten von Delegierten! Und die Grünen, bei denen trauern einige den 70ern und 80ern hinterher, da gab es noch böse Raketen und klare Atomkraftfronten. Und sozial ist doch eher links oder? Auch sie trauen sich nicht "farbe" zu bekennen.
Aber schaut Euch mal beide im Spiegel der Programme und Überzeugungen an, dann seht Ihr dass Ihr Euch näher seid als den Großparteien, denen Ihr Euch links und rechts um den Hals werft. Das die einen keine Ampel wollen und die anderen nicht Jamaika... hey, wenn Ihr kein weiteres vierjähriges Elefantenrennen wollt, müßt Ihr Euch schon zusammensetzen und Euch besser einigen. Die Wettquoten für eine zweifarbige Koalition stehen schlecht. Und grün mit rot-rot? Das wäre eine Hasshochzeit mit Konkubine.
Und da tauchen auch schon die Piraten auf. Die tragen bekanntlich auch schwarz und rot. Sie lieben das blaue Meer gelbe Strände und grüne Palmen, die Karibik. Farbige Stop-And-Go Zeichen kannten sie noch nicht, aber sie waren natürliche Gegner des Establishments und haben den Kampf aufgenommen. Und sie können Euch Gelb-Grünen wertvolle Stimmen klauen wenn ihr nicht aufwacht. Schaut doch nur vergleicht in die Elefantenprogramme. Warum seid Ihr Euch denn so sicher, dass Ihr schon vor der Wahl Eure Verlobung ankündigen wollt?
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